Literatur rund um die Welt

Rezension Shantaram von Gregory David Roberts

Shantaram

Inhalt

Lindsay Ford flieht aus einem Gefängnis in Australien nach Bombay. Dort trifft er den Inder Prabaker, der ihm als Stadtführer sowohl die Stadt als auch seine ländliche Herkunft zeigt. Auf dem Rückweg werden die beiden ausgeraubt. Ohne Besitz sind die beiden gezwungen, sich im Slum von Bombay niederzulassen. Er lernt viel über die lokalen Gegebenheiten, die Kultur und die sich daraus ergebenden Konflikte. Eines Tages bricht ein Grossbrand aus und Lin verarztet mit seinem Wissen aus einem Nothilfekurs die Brandopfer. Fortan betreibt Lin für die Slumbewohner eine freie Krankenstation. Er handelt mit Leprakranken, bekämpft die Cholera, verliebt sich unglücklich und schliesst später Kontakt zur lokalen Mafia. Er beginnt für diese zu arbeiten und gerät schlussendlich sogar in den afghanischen Krieg.

Eindruck

Das Buch ist beendet und hinterlässt mich mit einer wunderbaren Geschichte und gleichzeitig einer Leere. Es fühlt sich immer so an, wenn ich ein grossartiges Buch beende. Dieses Buch hat es also wieder mal geschafft mich in dieser Stimmung zurückzulassen. Denn in den letzten Wochen habe ich mit Lin und seinen Freunden mitgefiebert, mitgelitten und -gelebt. Seine Erlebnisse, die Beschreibungen sovieler alltäglicher und nicht alltäglicher Begebenheiten in Bombay haben mich richtig in die Geschichte und Geschehnisse hineingezogen. Das Buch ist eine echte Liebeserklärung an Bombay und seine Bewohner, die übrigens vielfältiger nicht sein könnten. In der Stadt leben viele Immigranten aus vielen Staaten und Schichten der Welt. Und Lin lernt einige davon kennen und lieben. Und selbst die Philosophie kommt im Buch nicht zu kurz! Es war toll, dieses Buch zu lesen und ich bin froh und dankbar, dass ich dieses Buch per Zufall bei einem Besuch einer englischen Buchhandlung gefunden habe.

Es ist total lebendig geschrieben und hat mich richtig mitgerissen. Der Autor hat einen schönen flüssigen Schreibstil. Stellenweise habe ich aber Personenbeschreibungen überflogen, denn diese waren manchmal für meinen Geschmack etwas zu detailliert und ich bin jetzt nicht so der Typ, der sich dann das wirklich auch vorstellt. Deswegen habe ich mir das gespart! Ich habe Shantaram auf englisch gelesen – manchmal packt es mich und ich lese in Originalssprache. Und es hat sich gelohnt!

Shantaram von Gregory David Roberts ist 2003 erschienen. Meine Ausgabe ist die New Ed von Abacus.

 

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2 Comments

  • Reply
    Jacquy
    September 17, 2016 at 22:17

    Oh, wow. Das Buch muss ich mir auf jeden Fall mal näher anschauen, das klingt verdammt interessant. Auch wenn es weeeit außerhalb meiner „Comfort Zone“ ist, scheint es mir, als wäre es auf jeden Fall einen Versuch wert. Es landet zumindest mal auf meiner Merkliste und ich schau dann mal, ob ich mich wirklich mal rantraue. Auf jeden Fall eine überzeugende Rezension 🙂

    • Reply
      Tabea
      September 18, 2016 at 08:42

      Hallo Jacquy
      Ja es ist ein tolles Buch über Freundschaft und über Bombay. Auf jeden Fall ein Lieblingsbuch von mir.
      LG Tabea

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