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Leserückblick Juli und August 2016

Hier ist er nun, der erste Leserückblick zu meinem Lesegeschehen. Ich habe mir länger Gedanken darüber gemacht, wie und ob ich das veröffentlichen will. Schlussendlich habe ich mich für den Intervall von zwei Monaten entschieden, weil der meinem Lesetempo am besten entspricht, denk ich.

Mein Liebling der Monate Juli & August ist SHANTARAM!

 

Juli

Anfang Juli habe ich Der weisse Stern von Iny Lorentz gelesen. Es ist der zweite Teil von der Auswanderersaga und spielt in Nordamerika. Das Buch hat mir gut gefallen. Lorentz-Typisch war es sehr flüssig zu lesen und ich habe es wirklich schnell beendet, weil ich einfach wissen wollte, wie es mit den Pionieren in Texas weitergeht. Auf jeden Fall ein Buch zum schnellen weg lesen – das mag ich sehr an Lorentz. Die historischen Hintergründe interessierten mich sehr, weshalb ich solche Bücher ja lese. Ich mag es einfach in fremde Zeiten und Kulturen einzutauchen.

Dann  kam Caravaggions Geheimnis von Tilman Röhrig. Leider hat mir das Buch gar nicht zugesagt und ich habe es abgebrochen. Ich fand es total langweilig. Ich kann mir das eigentlich kaum erklären, denn ich mag Röhrig sonst sehr. Zum Beispiel habe ich Das Salz von Florenz von ihm gelliebt. Aber vielleicht haben der Autor und ich uns einfach in andere Richtungen entwickelt. Keine Ahnung. Ich werde aber sicher wieder ein Buch von ihm lesen in Zukunft.

 

Der Thriller Nichts ist je vergessen von Wendy Walker habe ich bei Lovelybooks.de gewonnen. Danke dafür! Hauptsächlich möchte ich dabei erwähnen, dass mir der etwas andere Erzählstil sehr gefallen hat. Es war wirklich spannend und die überraschenden Wendungen waren toll. Schön geschrieben, mit viel Spannung und gutem Plot.

Als letztes habe ich im Juli Nachsuche von KuhnKuhn gelesen. Der Krimi spielt im Zürcher Tösstal und ist für mich als Schweizerin mit ein paar Heimatgefühlen verbunden. Das war eigentlich auch der Hauptgrund, warum ich den Krimi gelesen habe. Normalerweise ist das ja nicht mein Genre, aber wie es der Zufall so will, landete das Buch trotzdem als Leihgabe bei mir. Und es war gut zu lesen, zwar mit einem etwas unkonventionellen Stil, aber ganz OK und einfach zu lesen.

Die Bücher habe ich alle nicht rezensiert, deswegen gibts auch keine Links im Text.

August

 

Im August war ich wieder mal in der Bibliothek und habe mir dabei vier Bücher ausgesucht, obwohl mein Ungelesen-Stapel ja auch noch vor sich hinwartet. Aber was solls. In zwei der vier Fälle wurde ich positiv überrascht:

Die russische Mauer von Alissa Ganijewa hat mir trotz ein paar Schwierigkeiten mit dem Stil ganz gut gefallen. Die Konflikte der Protagonisten bleiben mir in Erinnerung. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Lage in Europa ist das Buch aktueller geworden, als vermutlich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (2014) beabsichtigt. Die Autorin wird bestimmt nochmal von sich hören lassen und ich bin schon gespannt, was dabei rauskommt.

Und dann war da noch Shantaram von Gregory David Roberts. Wie immer bei meinen English Reads hatte ich länger daran zu knabbern. Und es hat sich gelohnt! Ich liebe das Buch, diese Liebeserklärung an Bombay, die facettenreichen Charaktere! Es war einfach toll zu lesen. Ich habe richtig mit Lin mitgefiebert. Natürlich wird auch der Nachfolger demnächst von mir gelesen.

In Anlehnung an das Buch 28 Tage lang von David Safier wollte ich auch Aron und der König der Kinder von Jim Shepard lesen, da es ebenfalls im Warschauer Ghetto spielt. Leider kam ich mit dem Stil von Shepard gar nicht klar. Er hat das Buch aus der Sicht des Kindes Aron geschrieben, aber ich wurde einfach nicht warm mit der Art und deswegen habe ich das Buch dann nach etwas 70 Seiten abgebrochen. Natürlich schade, denn der Plot hört sich eigentlich gut an. Ich habe auch gelesen, dass vielen Leuten das Buch gefallen hat. Aber wie das manchmal so ist, kann nicht jedem alles gefallen.

Als nächstes bin ich ins Japan des 19. Jahrhundert eingetaucht: Die Kurtisane und der Samurai von Lesley Downer. Der Ort und die Zeit mag ich eigentlich sehr, aber ich fand das Buch ein bisschen langweilig. Ich überhaupt nicht der Liebesroman-Leser und dieses Buch ist ein Liebesroman im Deckmantel von historischen Romanen. Interessanterweise habe ich in Rezensionen genau den gleichen Vorwurf in umgekehrter Darstellung gelesen. Also irgendwie weder Fisch noch Vogel. Trotzdem haben mich die Hintergründe der Story, die Gepflogenheiten in diesem Vergnügungsviertel interessiert und ich habe es gerne gelesen. Mit um die 400 Seiten war das Buch ja auch noch erträglich von der Länge her.

orphanx

Und last but not least – im Gegenteil – kam Orphan X von Gregg Hurwitz. Und es war super! Ich habe es in einem Rutsch weggelesen, so spannend war es. Diese moderne Robin-Hood-Stroy hat es mir echt angetan und ich freue mich schon auf ein neues Hurwitz-Buch.

Ausblick September

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass trotz bibliothekarischer Ausschweifung mein Projekt #ungelesen lesen weitergeht. Ich habe zwar noch zwei Neuzugänge Ende August (Das Schiff des Theseus und die Analphabetin, die rechnen konnte), aber ingesamt bin ich am abbauen und Ende September gibts dann ein Update, was ich schon geschafft habe.

Ja, das war er, mein Leserückblick. Mit unglaublichen 846 Wörtern ein Riesenwerk für einen Minimalisten wie mich.

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2 Comments

  • Reply
    Rosa
    September 18, 2016 at 14:53

    Hallo Tabea,

    ich bin bei #litnetzwerk auf deinen Blog gestoßen. Er gefällt mir sehr gut.

    Bei deinem gut formulierten Bücherüberblick bin ich denn auch gleich fündig geworden. „Die Kurtisane und der Samurai“ und „Nichts ist je vergessen“ stehen jetzt auf meiner Wunschliste.

    Viele Grüße

    Rosa

    • Reply
      Tabea
      September 21, 2016 at 21:13

      Hallo Rosa
      Ja ich denke, wir haben einen ähnlichen Geschmack, deswegen bist Du auch auf meiner Blogroll und ich werde künftig ab und zu bei Dir vorbeischauen. Die Texte die Du schreibst, sind einfach nur grossartig, ganz ehrlich!
      LG Tabea

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