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Grosser Leseflauten-Rückblick Jan – Aug / Ein halbes Jahr fernab der Buchbloggerwelt

Die letzten Monate plagte mich eine richtig ausgeprägte Leseflaute. Deshalb habe ich sogar den Blog komplett vom Netz genommen und erst mal einige Monate gar nicht gelesen. Aber zuerst zu den Monaten Januar bis März 2017 – damals ging es langsam bergab mit der Lesemotivation:

Januar

Februar

  • Vincent von J. Goebel
    Vincent hingegen war legendär. Ein sehr, sehr berührendes Buch und ich bin froh, dass ich im Rahmen vom dbc diogenes Buchclub von Jules Leseecke überhaupt darauf gestossen bin. Ein grossartiges Werk!

März – April

  • Sturz der Titanen von Ken Follett
    Als jahrelanger Follet-Leser  musste auch diese Buchreihe bei mir einziehen. Teil 1, Sturz der Titanen, war aufgrund der Grösse natürlich schon eine Aufgabe für sich. Aber in der Regel schreibt Follett ja ziemlich kurzweilig, daher hat sich auch dieser Schinken irgendwann dem Ende genähert. Und ja, es ist für Fans von historischen Romanen auf jeden Fall einen Blick wert. Geschichtlicher Inhalt wird hier grosszügig aufbereitet und es macht Freude sich in die damalige Zeit reinzulesen!

Danach hatte ich allerdings eine recht lange Leseflaute. Es lag definitiv nicht an einem der Bücher, die ich zu dem Zeitpunkt gelesen habe. Es war einfach generell eine gewisse Übersättigung vorhanden und ich hatte einfach null Lust, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Stattdessen hab ich andere kreative Hobbies gepflegt und es hat einfach gut getan. Dafür habe ich bei meinen anderen Projekten gute Fortschritte erzielt und konnte die Buchbloggerwelt einfach mal links liegen lassen.

August 2017

  • Der Medicus von Noah Gordon
    Rezension dazu folgt irgendwann 😀

Aber dann hat mich die alte Sucht wieder gepackt und ich hab den längst eingestaubten Medicus wieder zur Hand genommen und ausgelesen. Ohne einen Gedanken an die Buchbloggerwelt. Einfach aus Freude am Lesen – über das bloggen hab ich dabei keine Sekunde nachgedacht. Der Blog war ja sowieso vom Netz. Ich glaube, das war eine Art heilende Erfahrung. DAS ist es doch, warum ich lese und immerschon las. Und nicht, weil der nächste Beitrag geschrieben werden muss.

Diese Erfahrung hat mir ein bisschen Klarheit gebracht, dass ich diesen Blog eigentlich für mich schreibe und für niemand anderen. In meinem Tempo. Denn natürlich werde ich auch weiterhin eher dicke Bücher lesen und meine Buchauswahl wird sicherlich weiterhin fernab vom Mainstream sein  – ich kann einfach nicht anders.

Denn eigentlich mag ich den Platz hier – meine Seite, wo ich meine Gedanken zu den Büchern, die ich lese, festhalten kann. In meinem Tempo. Ich habe nunmal viele Hobbys und alle brauchen Zeit. Zukünftig werde ich sicherlich sparsamer Beiträge schreiben und setze mir mal ein Ziel von einem Beitrag pro Monat und nicht mehr einer pro Woche. Ja, ich denke, so wird es sein. Und wenn ich trotzdem mal nichts schreib, schreib ich eben nichts.

Ausserdem werde ich keine Leseexemplare mehr annehmen, sondern nur noch lesen, was ich will und selber kaufe. Damit entfällt der lästige Druck, danach eine Rezension schreiben zu müssen und ich kann selber wählen, ob ein Buch überhaupt erwähnt wird. So kann ich abbrechen, mir einfach mal keine Gedanken zu einem Buch machen und es einfach nicht erwähnen.

FAZIT: Kein Stress mehr mit dem Buchblog!

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10 Comments

  • Reply
    Andrea
    September 8, 2017 at 14:50

    Finde ich gut.

    Ich stecke auch gerade in eine Flaute, ausgelöst von eine Buch, in dem ich irgendwie nicht weiterkomme, dessen Rezension ich allerdings versprochen habe…
    Nunja ich hab es jetzt erstmal bei Seite gelegt und etwas anderes begonnen, aber es wartet ja doch auf mich.

    Ich habe merke auch, dass das Bloggen meine Buchauswahl beeinflusst in dem Sinne: Wenn ich das jetzt lese, interessiert das jemanden? Und ich weiß, dass ich – nur so für mich – manchmal anderes in die Hand nehmen würde. Aber dann kann ich ja nicht über alles schreiben, und der Blog liegt länger still…

    Sehr gut, dass Du Deinem eigenen Weg jetzt wieder näher gekommen bist. Ich finde es auch schön, wenn man durch solche Artikel ein wenig Einblick bekommt über die Einstellung der Person hinter dem Blog. 🙂

    • Reply
      Tabea
      September 9, 2017 at 10:18

      Wie Recht Du hast! Und genau dieses Selektieren wollte und will ich nie mehr. Als ich angefangen habe zu bloggen, hab ich auch einige Leseexemplare rezensiert, aber ehrlich gesagt war das dann genau mit jenem Druck verbunden, den Du beschreibst. Und das will ich definitiv nicht mehr.
      Ich weiss auch, dass ich fernab vom Mainstream lese und das wird auch immer so bleiben. Ich bin mittlerweile genug alt, dass ich aus Erfahrung weiss, dass mein Anti-Mainstream-Verhalten einfach zu tief in mir verankert ist und sich niemals ändern wird.
      Deswegen hat die Blogpause mir gut getan. Ich konnte mich zurückbesinnen, warum ich den Blog urpsprünglich ins Leben gerufen habe und dass er genau dieses Dasein auch verdient. Ohne Leseexemplare und aktuelle Neuerscheinungen. Sondern einfach als eine Art persönlicher Rückblick über das Gelesene. 🙂 Und sogar wenn es wegen anderer Hobby nicht der vollste Blog wird.
      Und genau darum gibt es auch mal das ein oder andere Buch, dass ich lese und dann gar nichts dazu schreibe 🙂 Einfach weil ich keine Lust habe. Und das ist OK so 🙂
      Hab ein schönes Wochenende!!

  • Reply
    Janna | KeJas-BlogBuch
    September 9, 2017 at 11:43

    Huhu (=
    Das Bild ist ja mal yam yam 😉
    Und so schön das dich Bücher wieder einnehmen können – aber auch einfach mal nicht lesen und bloggen gehört zum Leben. Bin immer „schockiert“ wenn man in der Buch-Welt mal fallen lässt, eine Woche nicht gelesen zu haben: Bücher sind toll <3 lesen ist mein liebstes Hobbie und bloggen bringt mir einfach viel Spaß – aaaber, es ist nicht mein Lebensinhalt! Und schon gar nicht wenn es in Druck & Stress ausartet!

    Schön das du wieder da bist, mit der einfachen Freude am lesen und bloggen <3

    • Reply
      Tabea
      September 10, 2017 at 15:26

      Liebe Janna
      Danke für Deine Worte. Ja, du triffst den Nagel auf den Kopf! 🙂
      Grüsse, Tabea

  • Reply
    Auroria
    September 10, 2017 at 12:58

    Du bringst es wunderbar auf den Punkt: bloggen sollte man in seinem eigenen Tempo. Doch auch ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich unter Druck damit setze, möglichst einmal wöchentlich einen Beitrag zu verfassen. Warum eigentlich? Weil andere dies mir indirekt als Messlatte vorgeben? 1 Beitrag pro Woche ist für mich theoretisch am besten realisierbar. Aber wenn es mal länger dauert, dann sollte das auch kein Problem sein. Wahrscheinlich schiele ich da tatsächlich auf die vielen größeren und erfolgreicheren Blogs. Sich davon frei zu machen, fällt mir nicht immer ganz leicht. Schön, dass du alles entspannter sehen kannst. Ich werde mir deine Worte immer vor Augen führen, wenn ich mal wieder „unter Druck stehe“. 🙂
    Sich fernab vom Mainstream zu bewegen, kann ich auch gut nachvollziehen. Ich springe auch nicht immer auf jeden Zug auf und lese eben auch mal Bücher, die vielleicht bereits vor 3 – 4 Jahren bspw. veröffentlicht wurden. Zu einer dieser Rezensionen, die sich auf ein älteres Buch bezieht, erhielt ich schon mal den Kommentar, dass ich aber nicht gerade früh damit dran wäre. Darüber kann ich nur verwundert den Kopf schütteln.
    Ich freue mich, dass dein Blog nun wieder online ist und schaue gern immer mal wieder vorbei. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

    • Reply
      Tabea
      September 10, 2017 at 21:26

      Danke für Deinen Kommentar. Ich finde mich total in Deinen Worten wieder. Manchmal denk ich, es ist auch einfach eine Zeitfrage. Denn als Erwachsene, eingebunden im Leben, mit Kindern, ist einfach nicht mehr so viel Zeit übrig, wie zum Beispiel als Teenager. Und vielleicht hat man einfach mehrere Hobbys, wie ich – ich lerne gerade auch noch Klavier seit einem knappen Jahr oder ich zocke auch mal gerne eine Runde. Und somit nutze ich meine komplette Freizeit nicht nur fürs Lesen.
      Ja, ich glaube man (oder ich) muss diesen Perfektionswahn einfach mal über Bord schmeissen und sich die urpsprüngliche Motivation stets vor Augen halten.
      Ich werde jedenfalls auch weiterhin ältere Bücher rezensieren und das mit Vergnügen 😀
      Und du auch – darum geht es doch: Um Spass an den anderen Welten und darüber schreiben zu dürfen. Wer die Rezension zu einem älteren Buch nicht lesen will, soll sie nicht anklicken 😀
      Einen guten Wochenstart wünsche ich Dir 🙂

  • Reply
    Desiree
    September 30, 2017 at 17:16

    Hallo Tabea,

    ich kann das total nachvollziehen. Wenn es keinen Spaß mehr macht und zum Zwang wird, dann sollte man was ändern. Und ich finde es toll, dass du einen Weg gefunden hast, wieder Spaß am Lesen zu haben und dich nicht mehr unter Druck zu setzen!

    Liebe Grüße
    Desiree

    • Reply
      Tabea
      September 30, 2017 at 19:59

      Hallo Desirée
      Nein, definitiv nicht. Dies ist mein Hobby, mein Blog, mein Stil 😉 Ich lass mir da nicht mehr von mir selbst was anderes erzählen. Und wenn es zuviel wird, werde ich zum Beispiel Social Media einfach meiden – das hilft schon mal enorm, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen: Remember, why you started!
      Schönes Wochenende noch 🙂

  • Reply
    Buchbahnhof
    Oktober 1, 2017 at 19:12

    Hallo Tabea,
    bloggen und vor allem lesen sollte niemals Druck und Last werden, von daher finde ich es sehr nachvollziehbar, dass du dich erstmal eine Weile komplett zurückgezogen hast und das Thema jetzt entspannter angehen willst.
    Ich habe von Anfang an kaum Gedanken darüber gemacht, wie oft Beiträge online gehen „müssen“ und von daher diesen Druck auch noch nie gespürt. Eine zeitlang hatte ich so viele Beiträge, dass jeden zweiten Tag einer online gegangen ist (am liebsten hätte ich jeden tag mehrere Beiträge veröffentlicht), aber ich habe auch immer mal wieder eine oder zwei Wochen Pause. Mir ist es wichtig, dass der Blog ein Hobby bleibt und mich nicht unter Druck setzt. Gerade habe ich eine Phase zu fassen, in der ich nicht so viel Lust auf Bücher habe. Finde ich total in Ordnung, wenn ich auch mal ein, zwei oder drei Wochen nicht lese, dann wird natürlich auch weniger gebloggt. Im Momant habe ich noch Beiträge vorgeplant, da ich meine Kategorie Nostalgie im Rahmen der Hidden Treasure Challenge von Süchtig nach Büchern wieder ausgeweitet habe.

    Also, was ich sagen will: Mach einfach in deinem Tempo. Wer deinen Blog mag, bleibt hier, egal ob du jeden tag, einmal die Woche oder einmal im Monat bloggst.
    Viele liebe Grüße
    Yvonne

  • Reply
    Jacquy
    Oktober 4, 2017 at 12:22

    Das ist eine gute Erkenntnis. Ich glaube fast jeder hat sich schon mal etwas zu sehr in den Blog hineingesteigert und ihn als eine Art Pflicht gesehen, da ist so ein „Reset“ manchmal ganz gut. Schön, dass du dir jetzt keinen Stress mehr machen möchtest und den Blog wieder rein als Hobby siehst. Es ist wirklich völlig okay, wenn mal ein paar Wochen kein Beitrag kommt, weil man einfach keine Zeit oder Lust hatte.

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