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Klassiker

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    Rezension Homo Faber von Max Frisch

    Inhalt

    Der Ingenieur Walter Faber glaubt an sein rationales und technisch orientiertes Weltbild. Durch Zufall trifft er Herbert, den Bruder eines ehemaligen Studienfreunds auf dem Flug von New York nach Venezuela. Während des Flugs fallen zwei Motoren aus und der Flieger muss in der mexikanischen Wüste notlanden. In den folgenden Tagen in der Wüste freundet er sich mit Herbert an und erfährt, dass seine Jugendliebe Hanna mit seinem Bruder Joachim verheiratet war. Kurzerhand entschliesst er sich, Herbert zu seinem Bruder Joachim, der mittlerweile im Dschungel Guatemalas lebt, zu begleiten. Nach einigen Schwierigkeiten gelangen sie endlich zu dieser Plantage und finden Joachim erhängt vor. Herbert verbleibt auf der Plantage und Walter Faber geht zurück nach New York. Seine Geliebte Ivy nervt Faber, deswegen entschliesst er sich frühzeitig mit einer Schiffspassage zu seinem Termin in Europa zu reisen. An Bord lernt er die junge Elisabeth kennen. Eine tragische Geschichte nimmt ihren Lauf.

    Eindruck

    Ja, ich bin etwas zwiegespalten: Einerseits gefiel mir der Stil ganz gut, der Text ist flüssig geschrieben, wenn auch hie und da ein etwas altertümlicher Sprachgebrauch und Stil vorhanden ist. Andererseits gab es auch ziemlich langatmige Beschreibungen der Landschaften etc. die mich weniger interessiert haben. Auch die Perspektivänderungen waren nicht immer sofort zu verstehen und mussten teilweise zweimal gelesen werden, bis ich wusste, worum es gerade wieder geht und wo sich Faber befindet. Die Geschichte ist also insgesamt eher von anspruchsvollerer Natur.

    Das gelegentlich zynische und pragmatische Weltbild von Faber gefiel mir jedoch sehr und ich fand mich interessanterweise zeitweise sogar selbst darin wieder. Und ich mag es, wie Faber sich gegen Ende hin selber reflektiert und seine eigenen Aussagen relativiert. Er begreift langsam die Beschränktheit seiner Weltanschauung und beschließt schlussendlich, sein Leben zu ändern. Das offene Ende nach seiner Magenoperation gefiel mir ebenfalls. Ich mag Non-Happy-Ends einfach.

    Das Buch hat mir gefallen und ich habe es im Rahmen meines Interesses an Klassikern gelesen. Aber ich muss sagen, es hat mich längst nicht so berührt wie zum Beispiel Andorra von Frisch. Insgesamt sicher lesenswert für den Liebhaber von klassischer Literatur.

    Weitere Infos

    Homo faber von Max Frisch erschien 1957, bzw. diese Ausgabe 1977 bei Suhrkamp.

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